Azul Meambar Nationalpark

11. Nov. 2003

Um 7 treffen wir uns zum Morgenessen. Wir wählen das typisch hondurianische Zmorgen:
Bohnenmasse / Rührei / Kochbananen / Tortillas und Würstchen.

Die Fahrt zum » Nationalpark Azul Meambar wird unerwartet spannend.

Schon kurz nach dem Abzweiger von der Hauptstrasse ist der relativ steile Weg für unser Auto unbefahrbar - schlammig mit grossen Furchen! Unser Chauffeur versucht es zwar, muss dann aber nach wenigen Meter kapitulieren, weil ein entgegenkommender Lieferwagen quer auf der Strasse steht und sich auf keine Seite mehr bewegen kann.

Jorge bewältigt die Situation perfekt. Er spornt die Leute vom Lieferwagen an, ihr Vehikel auf die Seite zu schieben und nutzt spontan die Gelegenheit, ein wenige Minuten später kommender Pick-up (mit 4-Radantrieb) zu stoppen, mit der Bitte uns mitzunehmen.

Auf der Ladefläche stehen oder sitzen wir nun und geniessen die holperige Fahrt, den Fahrtwind und die tolle Aussicht.

Beim Besucherzentrum des Nationalparks, auf 850 Meter über Meer angekommen, wandern wir auf einem schönen Pfad aufwärts und bewundern die vielseitige Vegetation. Das Grün wechselt vom Kiefernwald über den tropischen Regenwald bis hinauf zum Bergregenwald. Die schönen Vögel und Schmetterlinge (wie der blaue Morpho) runden das Bild perfekt ab.

Der Nationalpark Azul Meambar ist eine ausgedehnte Bergregion mit zum Teil unberührten Wäldern. Er beheimatet viele Vögel und im oberen Teil des Bergregenwaldes auch endemische Tiere und Pflanzen.

Wie uns Jorge erzählt, wurde der untere Teil für Kaffeeplantagen abgeholzt. Als dieser Markt aber zusammenbrach, konnte sich der Sekundär-Regenwald wieder durchsetzen.

Nach knapp 5 Stunden - aufwärts und hinab, vorbei an einem kleinen Fluss und nochmals etwas hinauf - treffen wir wieder im Zentrum ein und steigen in den bereitstehenden Pick-up für die Rückreise.

Gestärkt mit einem guten Mittagessen fahren wir zu einem schönen ca. 35-40 m hohen Wasserfall. Dieser Park sei an den Wochenenden voll von Einheimischen aus den Städten, wie Jorge erzählt.

Zum Abschluss dieses Tages nehmen wir ein Bier bei einem Amerikaner, der schon viele Jahre hier eine eigene Brauerei betreibt und 5 Sorten Bier herstellt. Peter nimmt ein Dunkles und ich versuche das Bier mit Pfirsicharoma - war nicht schlecht.
Wir geniessen den schönen Garten und beobachten einige Kolibris.

Irgendwann streckt uns der Besitzer ein Blatt entgegen, das wir essen sollen!? Fragend blicken alle in die Runde und wir treffen auf noch erstauntere Blicke nach dem ersten Biss:
Das Blatt schmeckt wie Zimt - wirklich sehr gut.


Mimose


Pilze

  » 12. November