Strand von Punta y Sal

13. Nov. 2003

Morgenessen um 7 - Abfahrt um viertel vor acht.
Wir fahren mit einem Motorboot in ca. 45 Minuten zu einer Felszunge, dem Nationalpark
» Punta y Sal
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Heute ist es nun soweit: Wir werden zügig verregnet! Schon während der Bootsfahrt peitscht uns der Regen ins Gesicht. Endlich angekommen, waten wir durch ein eigentlich sehr schönes Waldstück, können aber die Situation nicht so geniessen: Erstens schüttet es von oben und zweitens werden wir, kaum bleiben wir stehen, massiv von Mücken umschwärmt!

Wir steigen nochmals ins Boot und fahren der Küste entlang zu einem schönen Strand, wo wir von einer Garifuna-Familie mit ihrem typischen Mittagessen verwöhnt werden.

In den Dachbalken hat sich ein Tukan eingenistet, den wir interessiert betrachten und fotografieren. Wir müssen uns dann aber immer wieder vor ihm retten, da er frischfröhlich über unseren Köpfen umher marschiert und sehr häufig mal muss (und das in gelb!).

Leider trüben schon wieder dunkle Wolken den Himmel. Wir entscheiden uns, gleich nach dem Essen für die Rückfahrt. In Peter rumort es - ein etwas ungünstiger Zeitpunkt - also schluckt er schnell 2 Immodium und zieht sich noch für einige Minuten zurück. Medi sei dank, es geht alles gut und es hat sich auch alles wieder beruhigt.
Auf der Rückfahrt haben wir das Glück, einer Delphinschule zuzuschauen. Ca. 10 Tiere bewegen sich in und mit den Wellen um uns herum - wunderschön.

Dem Regen entkommen werden wir aber trotzdem noch sehr nass, Hannes und Peter fast schon durch und durch, da sie sich bei der Bootslandung in einem Spezialeinsatz bewähren müssen.

Warum auch immer, aber unser Bootsführer hat die Kurve in die ruhige Lagune zum Steg nicht geschafft. Die Wellen der Brandung überrollen uns beinahe und von hinten trifft Marlies und mich eine Welle wie eine Dusche, die wir doch lieber mit warmem Wasser etwas später geniessen möchten!

Alles aussteigen! ... also stampfen wir, mit den Wanderschuhen versteht sich, durchs Wasser ans Ufer.

Nun ist Kraft gefragt: Jorge, Hannes, der Bootsführer und Peter versuchen mit vereinten Kräften das Boot den Wellen zum Trotz in die Laguneneinbiegung zu schieben. Wären sie in der richtigen Position, müsste nur noch der verflixte Motor zum Laufen kommen...
Nach etwa einer halben Stunde und 3-4 Versuchen gelingt es endlich und wir kommen heil ans Ziel.

Etwas deprimierend war, dass das Boot, das etwa 10 Minuten nach uns kam, ohne grössere Probleme den Weg packte!

Zur Entschädigung wird uns ein Gifiti serviert, ein von den Garifunas selbst erzeugter Schnaps. Der schmeckt sehr gut und auf einem Bein kann man ja nicht stehen!

Für‘s Nachtessen fahren wir nochmals zum Haus am Steg und geniessen Fisch, Kartoffeln und feines Gemüse - und natürlich noch einen Gifiti!

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